Familie Löwenraupe

Unser Alltag mit der Löwenraupe

Die Macht des Geldes

Immer wieder scheitern Träume an Geldmangel. Besonders traurig, wenn so viel Herzblut drinsteckt wie hier. Jetzt versuchen, das nicht so schwer zu nehmen, denn letztendlich ist Selbstverwirklichung ein echtes Luxusgut. Jetzt versuchen, mit dem, was man hat zufrieden zu sein: Essen, Dach über Kopf, größtenteils gesunde Familie, gute Freunde. Gar nicht so einfach manchmal. Bei Lichte betrachtet aber auch nicht so schwer. *inKinderaugenguck* Und mein Lieblingsspruch in solchen Situationen: Wer weiß, wofür es gut ist. Können wir wissen, was noch kommt?

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Ein ganzes halbes Jahr

Wow, nun bist du schon ein ganzes halbes Jahr bei uns! Wir feiern also heute einen halben Geburtstag…

Der letzte Monat war ganz schön aufregend für uns beide. Wir haben uns nämlich einige Kindergärten zusammen angeschaut in die du theoretisch ab August halbtags aufgenommen werden könntest. Diese Termine waren nicht unanstrengend für dich, denn bisher waren wir Vormittags, wenn überhaupt, nur kurz unterwegs. So eine Besichtigung dauert aber nun mal ihre Zeit und ordentlich was los ist in so einem Kindergarten auch. Du hast das aber super gemeistert und hast dein bisheriges Vormittagsschläfchen einfach komplett abgeschafft bzw. beschränkst dich auf ein Nickerchen im Auto oder auf meinem Arm.

Mittlerweile schläfst du auch wieder gut durch. Meistens von ca. 23 Uhr abends bis 8 oder 9 Uhr morgens. Manchmal weinst du aber im Schlaf kurz auf – wenn ich dir dann einfach nur die Hand auf die Brust lege, ist es auch schon wieder gut und du schläfst friedlich weiter. Manche Nacht schläfst du auch sehr unruhig, wälzt dich hin und her. Aber du wachst davon selten auf, im Gegensatz zu uns 😉

Dich zu füttern ist nicht mehr so einfach. Gerade abends bist du recht unruhig – Flasche rein, nuckeln, Flasche raus, wieder rein, weiternuckeln, wieder raus. Das geht eine ganze Weile, aber irgendwann kommst du immer zur Ruhe und kannst dann auch einschlafen. Mittags gibt es seit zwei Wochen etwas Brei/püriertes Obst oder Gemüse. Bisher hatten wir Kürbis, Birne, Pastinake und Instant-Haferflocken mit Wasser und Birne. An einem Pizzabrötchen und einem Stückchen Apfel hast du auch schon gelutscht.

Etwas essen oder trinken ist auch nicht mehr so einfach, wenn du auf dem Arm oder Schoß bist. Du greifst nämlich nach allem, was ich mir in den Mund stecken oder schütten möchte. Gerade beim Trinken führt das schon mal zu feucht fröhlichen Unfällen, wenn du mal wieder die Wasserflasche hoch gedrückt hast. 🙂

Mittlerweile ist mein Gesicht nicht mehr dein liebstes Spielzeug. Die größte Begeisterung weckt dein orangenes Knisterbuch oder der bunte runde Holzgreifling mit dem Glöckchen. Damit kannst du dich auch schon mal eine halbe Stunde ganz allein beschäftigen. Insgesamt betrachtest du dir aber alles, was du in die Finger bekommst ganz genau. Natürlich sind Mama und Papa auch noch hoch im Kurs, denn Flieger und Rakete machen oder Guck-guck spielen kann dein Spielzeug noch nicht.

Du hast jetzt auch eine kleine Hausfreundin. Mit der kleinen Sonne (sie lacht wirklich IMMER, außer wenn hungrig oder müde) warst du auch schon in einer Krabbelgruppe, das ein oder andere Mal spazieren und schon oft einfach so zu Besuch bei ihr. Ihr werdet beide immer mobiler und in manchen Dingen machst du ihr auch schon was vor, obwohl sie drei Monate älter ist als du (Thema Robben und Körperspannung).

Das Drehen hast du für zwei oder drei Tage super beherrscht – sowohl vom Bauch auf den Rücken als auch umgekehrt – machst aber gerade scheinbar eine kleine Pause. Vielleicht musst du über die Technik noch mal nachdenken oder die Entdeckung deiner Füße ist jetzt erst mal wichtiger. Die versuchst du nämlich schon seit einiger Zeit zu fangen und jetzt endlich erwischt du sie auch. Das Wickeln ist dadurch nicht leichter geworden 😉 Außerdem fängst du jetzt an zu robben und hast dabei deine ganz eigene Technik: Du ziehst die Beine unter den Bauch und drückst dich dann vom Boden ab. Da du aber die Arme einfach seitlich neben dir liegen lässt, rutscht du dann auf Stirn oder Schläfe nach vorn. Das sieht extrem anstrengend aus. Davon abgesehen funktioniert der Liegestütz aber ziemlich gut und auch lange. Wir sind gespannt, wann du beides kombiniert haben wirst.

Zwischendurch hast du für circa zwei Wochen kaum noch Tönchen von dir gegeben. Das hat mir wirklich gefehlt. Seit einer Woche ungefähr fängst du aber Gott sei Dank wieder an zu „erzählen“. Sehr lustig ist es, dir morgens nach dem Aufwachen zuzuhören. Du babbelst, jodelst und jaulst aber nur so lange herum in deinem Beistellbettchen, bis ich ins Zimmer komme. Dann kannst du nämlich nichts mehr erzählen, weil du mich breit und fröhlich angrinsen musst. Überhaupt bist du morgens immer gut gelaunt. Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel – manchmal fängst du schon im Schlaf an zu weinen und wachst dann schreiend auf. In meinem Arm wirst du aber schnell wieder ruhig. Ach ja, und du kannst jetzt auch quietschen. Sehr hoch. Ich nenne das oft scherzhaft den „Schrei des Alien“.

Im Moment scheinst du dich auch hauptsächlich bei mir wohl zu fühlen. Eine kleine Fremdelphase haben wir schon hinter uns. Seither lasse ich dich erstmal von meinem Arm aus Kontakt aufnehmen und wenn du die Menschen dann anlachst, versuchen wir den „Armtausch“. Das funktioniert im Moment ganz gut so, also bleibt es erstmal so.

Zähne sind übrigens noch keine in Sicht, obwohl du weiterhin gern alles anknabberst. Da müssen sich die Omas wohl noch etwas gedulden.

Du hast schon so viel geschafft und bist so viel gewachsen in deinem eigentlich noch so kurzen Leben. Aber ein halbes Jahr – ich kann es kaum glauben. Schon. Erst. Die Hälfte unserer exklusiven Zuhause-Zeit ist schon vorbei. Ein bisschen Wehmut ist schon dabei, aber auch ganz viel Vorfreude auf all die tollen Dinge, die du uns noch zeigen wirst. Wir lieben dich über alles. Und das nicht erst seit 6 Monaten. :-*

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Krabbelgruppe die Erste oder Was ein Stück Apfel so anrichten kann

So, heute waren wir also das erste Mal zusammen mit der Nachbarsmaus und ihrer Mama bei der Krabbelgruppe. War soweit ganz nett, der Rauperich ist allerdings der Jüngste von allen. Die anderen können alle zumindest sitzen, die meisten sogar krabbeln oder laufen. War natürlich ganz schön aufregend für unsere kleinen Mäuse, aber auch interessant. Von der „Spielleiterin“ wurden uns gute Denkanstöße gegeben und wir konnten Dinge ausprobieren, die zu Hause nicht so gehen würden.

An einer Stelle dachte ich allerdings kurz, ich sei im falschen Film: Am Ende gibt es dort einen Abschlusskreis und dazu ein Stück Obst für die Kiddies. Heute war das ein sehr fester Apfelschnitz ohne Schale. Da alle Kinder alt genug sind, nahm sich jedes einen Schnitz vom Teller. Dann kam die Reihe an uns. Der Rauperich isst erst seit zwei Wochen Mittags etwas Brei – er konnte mit Stücken bisher nicht viel anfangen, aber ein bisschen Brei mag er gerne. Gestern hat er sich denn auch schon mal ein Pizzabrötchen von mir gemopst. So ist also meine Devise „Wenn er sich was (babygerechtes) vom Teller nimmt und es auch halten kann, dann darf er auch dran nuckeln.“ So also auch heute.
Huuuuuu, da kamen aber komische Blicke und gleich drei Eltern schlugen auch verbal die Hände überm Kopf zusammen: Wie, du gibst ihm jetzt den Apfel? Aber da könnte doch was abbrechen! Und er könnte sich verschlucken! Und daran kann er doch ersticken!
Himmel hilf – was bin ich für eine Rabenmutter… Nein, ich hatte mein Kind nicht auf dem Schoß. Nein, ich habe ihn nicht beim Essen beobachtet. Nein, das Stück war nicht zu groß für das Raupenmäulchen. *Ironie aus*
Bin ich zu unvorsichtig oder die zu gluckig? Ich weiß es nicht… Aber ich weiß, dass der Rauperich einen riesen Spaß an dem Apfel hatte und heute eine neue Geschmackserfahrung sammeln durfte. Und das würde ich wieder so tun.

In diesem Sinne: Lasse reden! 😀
Bis nächsten Freitag.*grins*

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Warum hier so still?

So, jetzt muss ich doch wenigsten mal kurz Zwischenmeldung machen, warum es hier so still geworden ist…

1. Wir waren über Weihnachten bei den Löwenraupen-Großeltern zu Besuch. Danach mussten wir erstmal wieder gewaltig an unserem Schlaf-Wach-Rhythmus arbeiten. Geht jetzt zumindest Nachts wieder ganz gut.

2. Die Löwenraupe schläft untertags kaum noch was. Oft nur mal ein paar halbstündige Nickerchen und das war es. In der Zeit gibt es natürlich tausend andere Dinge zu tun außer bloggen. 😉 Außerdem ist es nicht mehr möglich während der Trinkphasen des Rauperichs zu tippen. Der ist nämlich die meiste Zeit zu neugierig/aufgeregt/aufgedreht um noch ruhig zu trinken. Gott sei Dank ist wenigstens die „Ich trink nur, wenn du mich durch den Raum trägst“-Phase vorbei. 🙂 Wenn der kleine Mann dann wach ist, möchte er natürlich bespielt werden und sich die Welt anschauen – am liebsten von ganz weit oben. Das heißt entweder schleppen oder ihm immer wieder neue Spielanreize bieten. Löffel jeglicher Form sind momentan sehr beliebt. 🙂

3. Das Anstrengendste aber: Wir sind gerade in der Kitafindungs- und -besichtigungsphase für diesen Sommer. Da ich in meinem zweiten Jahr Elternzeit ja wieder in Teilzeit arbeiten gehen muss möchte, brauchen wir für diese Zeit natürlich eine Betreuung für den kleinen König. Und ja, ich weiß – wir sind damit mega-spät dran. Und ja, ich weiß – ich hätte mich damit bereits direkt nach der Geburt auseinandersetzen müssen. Und ja, ich weiß – dass der kleine Mann sechseinhalb Wochen zu früh kam (an meinem letzten Arbeitstag vor dem Urlaub vorm Mutterschutz!), dass ich viereinhalb Monate lang Milch für ihn abgepumpt habe und dass ich selbst erstmal wieder in der Welt ankommen musste sind NATÜRLICH keine Gründe sich nicht zu kümmern.
Trotzdem ist es jetzt Stress. Heute haben wir uns die letzte Einrichtung angeschaut und uns überall angemeldet wo es geht. Bis Anfang Februar habe ich jetzt eine kleine Verschnaufpause, denn dann werden die Zusagen verschickt. Und wenn wir dann keine bekommen, geht das Spiel weiter – nur eben mit Tagesmüttern. Ich bin gespannt. Sehr.
Der kleine Mann musste natürlich mit mir kommen, weil bei der Oma abgeben noch viel mehr Stress gewesen wäre – die wohnt eben auch nicht auf dem Weg und 15 Minuten mit dem Auto weg. Das gab uns aber auch die Gelegenheit, zu schauen, wie er auf die Erzieher reagiert. Lustigerweise ist seine „Lieblingskita“ auch die, die ich wählen würde, wenn ich könnte. Und die uns von allen Seiten empfohlen wird.

Vielleicht schreibe ich demnächst mal was über unsere Kita-Besuche. Und über unseren Beikostanfang. Und über die Dreh- und Krabbel-/Robbversuche. Und über unseren ersten Krabbelgruppenbesuch, dem wir jetzt entgegen fiebern. Wenn der kleine Herr mich lässt 🙂

Es regt sich was im Laufstall – also ist für heute Schluss mit schreiben. Aber: Heut` ist nicht alle Tage – ich komme wieder, keine Frage. 😀

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Pupsender Kleinohrhase

Ich glaube, wir müssen die Löwenraupe umtaufen: in den pupsenden Kleinohrhasen.

Vor ca. 2 Tagen haben wir nämlich festgestellt, dass auf der rechten Kopfseite das Öhrchen gewachsen ist – aber auf der linken Seite nicht. Sieht sehr lustig aus. Ich schaue seitdem jeden Tag mehrmals, ob sich was tut 😀

Außerdem macht der kleine Hase seit einer Weile Pupsgeräusche mit dem Mund. Vorzugsweise, wenn er satt und aus geschlafen unter seinem Spielebogen liegt. Dann bwwwwt, bsssst und bbbbbbt er vor sich hin. Das dazugehörige Gesicht sieht übrigens auch sehr lustig aus. Und wir Eltern lachen uns schlapp. 😀  Leider ist es uns noch nicht gelungen, diese Geräusche und Gesichter aufzunehmen. Denn immer, wenn wir das Handy oder die Digicam in seinen Sicht Bereich bringen, ist er so abgelenkt, dass er das Pupsen vergisst. 😉

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Muaaaaah….

…ich habe Hunger!!!

Der Pizzamann lässt sich 2(!) Stunden Zeit. Und das wo der Rauperich gerade so schön geschlafen hat. Der ist jetzt wieder wach und bestimmt kommt dann jetzt auch mal das Essen. Hätten wir mal selbst gekocht.

Schlechte Laune wegen Essensentzug. *grmpf* Da muss das Essen gleich RICHTIG gut sein, damit ich denen das verzeihe. Man hätte auch Bescheid geben können, dann hätte ich mir noch eine Kleinigkeit gemacht.

*grummel*

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Das erste Mal…

… ist die Löwenraupe heute unter seinem Spielebogen eingeschlafen. Vor einer halben Stunde. Seitdem sitze ich hier und kann es nicht fassen.

Er ist bisher nur beim Füttern eingeschlafen – und ausnahmsweise auch mal in meinen Armen mit seinem Schnulli. SOWAS ist uns bisher nie passiert, habe das immer nur bei anderen Babies bewundern können. 😉 Neues Jahr, neues Glück.

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F.M.C.

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